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Beigeordnetenwahl wurmt CDU-Nachwuchs

Heute mal ein Zeitungsartikel aus unserer Heimatzeitung STZ vom 15.12.2008, der, wenn man zwischen den Zeilen lesen kann, selbsterklärend ist:

WernshausenIm Wernshäuser Feldschlösschen gingen die CDU-Ortsverbände Schmalkalden und Wernshausen jüngst auf Tuchfühlung. Nach dem Zusammenschluss der Kommunen wollen die Parteiverbände nun nachziehen. Jens Goebel, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Schmalkalden, und Barbara Bechmann, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Wernshausen, hielten die Eröffnungsreden während des Sondierungstreffens. Einige Leistungsträger fehlten zwar. Dafür senkten „viele junge Burschen“ – wie der Mittelstiller Ortsteilbürgermeister Walter Höll formulierte – den Altersdurchschnitt der Runde.

Karl-Wilhelm Zimball nutzte das zunächst noch herrschende Gesprächsvakuum und warb für die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT). Zimball, der die Vereinigung führt, billigt ihr einen großen Gestaltungsspielraum zu. „Bei der Wasser-Abwasser-Problematik haben wir mehr erreicht als die Schreihälse auf dem Altmarkt“, nannte er ein Beispiel. „Wir haben uns an den Ministerpräsidenten gewandt, er hat uns Hilfe zugesagt und schließlich wurde eine Lösung gefunden.“

Er betonte zudem das Engagement für die jungen Leute von Seiten der Mittelstandsvereinigung und verwies auf die Ausbildungsplatzbörse, die im vergangenen Jahr in den Räumen der Sandvik GmbH stattfand. Zimball war nicht der einzige, der die Jugend zum zentralen Thema machte. Wernshäuser CDU-Männer verlangten, jeder solle „sein Scherflein zur Nachwuchswerbung beitragen“. Die Linken seien stark und hätten einen großen Rand, dem müsse etwas entgegengesetzt werden. Marcus Rehwald, Mitglied des CDU-Stadtverbandes, will die Partei für junge Menschen attraktiver gestalten. Rehwald ist Student an der Fachhochschule Schmalkalden und kandidiert für den Vorsitz des Kreisverbandes der Jungen Union Rhön-Rennsteig. Er sieht die Partei als eine Art Dienstleister, „die jungen Leute sind keine Idealisten, sondern fragen sich, was bringt mir die Politik“. Jan Schrenke, Mitglied des CDU-Stadtverbandes, blies ins gleiche Horn. Auch er sprach sich dafür aus, den Nachwuchs stärker zu mobilisieren.
Entsetzt über Außendarstellung
Und das Negativbeispiel, wie man seiner Meinung nach das Gegenteil erreiche, hatte er gleich parat. Schrenke rief den Anwesenden die Wahl des hauptamtlichen Beigeordneten im Schmalkalder Rathaus in Erinnerung, bei der mit Ralf Liebaug auch ein junger CDU-ler im Rennen war. „Ralf Liebaug hätte es verdient, wenn ihn seine Partei unterstützt hätte“, so Schrenke. Aber nichts dergleichen sei geschehen. Stattdessen folgten alle Stadträte dem Vorschlag von Bürgermeister Thomas Kaminski und unterstützten den Kandidaten Rainer Stoffel. Liebaug habe den mangelnden Rückhalt von Seiten der CDU beklagt, berichtet Schrenke. Über die innerparteilichen Querelen konnten sich die Bürger jüngst auf der Homepage der CDU informieren.

Maik Elflein, Mitglied der CDU und Student an der Fachhochschule, zeigte sich schockiert über die Außendarstellung der Partei im Internet. Bezüglich der Kandidatur Liebaugs stellte Elflein fest: „Man muss doch nicht die jungen Leute verheizen. Besser ist, sie kontinuierlich aufzubauen“. Den Beitrag quittierten die Anwesenden mit Lob.

Symbolische Akte, wie die Unterstützung Liebaugs, die wenig Aussicht auf Erfolg haben, seien für eine Partei schwierig, bemerkte Goebel. Ihm gelang es, die „Kaffeesatz-Leserei“ zu beenden und sich dem Gegenstand zu widmen, der eigentlich an jenem Abend im Mittelpunkt stehen sollte – und zwar der Fusion der beiden Verbände. „Wir sollten uns im Januar erneut treffen, eventuell bestehende Probleme beseitigen und dann den Zusammenschluss zügig durchführen. „Im Sessel sitzend oder langsamen Schrittes schaffen wir unser Vorhaben nicht“, sagte Goebel mit Blick auf die Kommunalwahlen 2009. Dem pflichtete Zimball bei: „Wir gewinnen die nächsten Wahlen nicht in Wirtshausstuben, sondern wir müssen auf die Bürger zugehen“. Sein Vorschlag, den Stadtrat nicht nur in Schmalkalden, sondern auch in Wernshausen tagen zu lassen, fand breite Zustimmung.

Höll rührte die Werbetrommel für die Seniorenunion, die rund 60 Mitglieder zählt und sich jeden dritten Donnerstag im Monat trifft. Er regte eine Annäherung der Ortsteil-Vereine an. Förderlich dafür sei das Citybus-Konzept, durch das die Verkehrsanbindung zwischen Wernshausen und Schmalkalden verbessert werden soll, fügte Goebel hinzu. Ein entsprechender Auftrag sei bereits ausgelöst. Barbara Bechmann beendete die Versammlung mit den Worten „Es war wirklich erbaulich und hat uns etwas für die Zukunft gebracht“. nr

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About Jan Schrenke

Jan Schrenke, Schmalkalder mit Leib und Seele, denn es nach dem Herumreisen in der Weltgeschichte wieder in seine Heimat nach Schmalkalden zog. Da sich aber einige Dinge in Schmalkalden anscheinend nur durch Beharrlichkeit ändern lassen, soll dieses Blog für genug Schubser sorgen, um in Schmalkalden etwas zu bewegen!

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