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Ein neues Kapitel ist aufgeschlagen

Ich bin sehr zuversichtlich gestimmt, bei dem was ich heute in unseren lokalen Zeitungen lesen konnte. Hoffen wir das dem positiven Start auch entsprechende Ergebnisse folgen. Aber lesen Sie selbst:Quelle: Südthüringer Zeitung / Freies Wort vom 02.03.2009 geschrieben von Margit Dressel

CDU Schmalkalden und Wernshausen gehen nun als ein Verband in den bevorstehenden Wahlkampf

WernshausenProf. Dr. Jens Goebel ist der Vorsitzende des neu gegründeten CDU-Stadtverbandes. Am Freitag schlossen sich die Christdemokraten von Schmalkalden und Wernshausen zusammen. Zuvor hatte sich der bisherige Stadtverband Schmalkalden per Beschluss aufgelöst.

Es wäre ihm lieber gewesen, die Verbände hätten sich schon früher vereint, resümierte der bisherige Vorsitzende, Dr. Kai Lehmann. Denn die CDU habe die Fusion zwischen Schmalkalden und Wernshausen vorangebracht. Er erinnerte an das erste „Schnuppertreffen“ auf der Wilhelmsburg im Oktober 2007 – und daran, dass es Prof. Jens Goebel war, der den Samen für die Bewerbung zur Landesgartenschau frühzeitig gelegt hatte. CDU-Kreisvorsitzender Michael Heym fügte hinzu, dass Goebel alle Südthüringer Parlaments-Kollegen für die Landesgartenschau in Schmalkalden gewinnen konnte.

Zur guten Bilanz der Arbeit des CDU-Stadtverbandes zählte Dr. Lehmann konkrete Vorschläge zur Familienoffensive, wie Gutscheine und Begrüßungsgeld für die jüngsten Schmalkalder, oder das Baukindergeld. Darüber hinaus dürfte die Arbeit der Schmalkalder Senioren-Union in ganz Thüringen beispielhaft sein.

Verbesserungswürdig sei dagegen die Arbeit in den Ortsteilen. In einem „persönlichen Wort“ teilte Dr. Lehmann mit, dass er nicht mehr für den Vorsitz des CDU-Stadtverbandes kandidieren werde. Als Einwohner von Fambach wäre er in Schmalkalden nicht wählbar. Außerdem sei er bereits als Gemeinderat von Fambach tätig. Beruflich sehr eingebunden, wolle er zukünftig auch mehr Zeit für seine drei Kinder haben.

Frischer Wind zieht ein

Der neue Vorstand des CDU Stadtverbandes SchmalkaldenNachdem Walter Höll den Bericht der Rechnungsprüfer, die keine Beanstandungen an der Kassenführung anbrachten, verlesen hatte, löste sich der bisherige Stadtverband der CDU einstimmig auf. „Heute wird Geschichte geschrieben“, war CDU-Kreisvorsitzender Michael Heym überzeugt, als er die Versammlungsleitung übernahm. Inzwischen hatten sich die Wernshäuser Christdemokraten im Bürgerhaus eingefunden. Der Schmalkalder Stadtverband habe „sicherlich keine leichte Vergangenheit“ gehabt und manchmal „haben wir es uns schwer gemacht.“ Mit Wernshausen komme eine aktive und gesunde Mitgliedschaft hinzu, richtete Heym bereits den Blick auf die Kommunalwahl am 7. Juni. Denn es gebe keine Fünf-Prozent-Hürde mehr, die Gemeindevertretungen und der Kreistag würden „bunter“. Die CDU könne nur koalitionsfähig sein, wenn sie berechenbar und geschlossen auftrete.

In diesem Zusammenhang ging der CDU-Kreisvorsitzende darauf ein, wie Landrat Luther im Streit um den Abriss der Kammgarnspinnerei in Misskredit gebracht worden sei. „Es ist nicht die CDU, die Denkmale beseitigen lässt – es sind politische Beschlüsse, die auch von anderen Parteien mit getragen werden“, betonte Heym.

Einstimmig wurde dann der Beschluss zur Gründung des neuen Stadtverbandes gefasst. „Das erste Signal von tatsächlicher Geschlossenheit“, bezeichnete der Kreisvorsitzende diese Abstimmung und gab das Wort an seinen Stellvertreter Bernd Gellert weiter.

Konkret in den Wahlkampf

Geheime WahlDieser stellte das Wahlprogramm der CDU vor, das aus zehn Grundsätzen besteht. An erster Stelle steht das Besinnen auf Grundwerte der abendländischen Kultur. In Schmalkalden gehe es vor allem um das Erhalten der jüdischen und christlichen Traditionen. Der jüdische Friedhof, die jüdische Schule und die Aktion der Stolpersteine beinhalten Aufgaben, die die CDU angeregt habe.

Im zweiten Punkt wird das bürgerschaftliche Engagement angesprochen. Ehrenamtlichen Helfern will man für ihren Einsatz auch Vergünstigungen innerhalb der Stadt verschaffen.

Weiter wolle sich die CDU für einen Bürgerhaushalt stark machen. Das heißt, die Bürger sollen in den investiven Teil des Haushaltes ihre eigenen Vorschläge einbringen können.

Einsatz für ehrenamtliche Ortschaftsräte und Beiräte schreibt sich die CDU ebenso auf die Fahnen wie die Stadtentwicklung. Hier gehe es um Ausgewogenheit zwischen den Stadtteilen und die Sicherung größtmöglicher Eigenständigkeit.

Im Punkt sechs sieht die CDU eine solide Finanzpolitik, unter anderem die Senkung der Pro-Kopf-Verschuldung von jetzt 875 Euro auf unter 400 Euro. Gleichzeitig solle die Personalkostenquote um zwei bis fünf Prozent gesenkt werden.

Zehn Hektar mehr Gewerbefläche sollen durch Erweiterung und Revitalisierung gewonnen werden, heißt es im Punkt sieben. Mit Handel- und Gewerbetreibenden will man den Dialog an thematischen Stammtischen führen.

Eine entscheidende Verbesserung der Verkehrsstruktur werde der Bau der Umgehungsstraße von Mittelschmalkalden bringen.

„Die CDU ist eine soziale Partei“ wurde in das Wahlprogramm geschrieben. Der Erhalt soziale Einrichtungen ist ein Ziel. Gleichzeitig sollen Sozialtarife für Energie, Wasser und Abwasser eingeführt werden. Eine wichtige Aufgabe sei es auch, die ärztliche Versorgung zu sichern.

Für Kinder, Jugendliche und Senioren werde viel getan. Jetzt müssten mehr Angebote für Krippenplätze geschaffen werden. Zwar sehe die CDU nach wie vor den Hauptteil der Erziehung in der Familie, fügte Bernd Gellert hinzu. Aber den Eltern müsse Entscheidungsfreiheit gewährt werden.

Zum letzten Punkt – Bildung und Kultur – sieht das Wahlprogramm mehr Kooperation zwischen Unternehmen und Schulen vor, um eine praxisnahe Bildung zu bieten.

Das Stadion im Walperloh müsse unbedingt ins Wahlprogramm aufgenommen werden, forderte Hubert Herrmann. Denn es sei einst mit „CDU-Kraft errichtet“ worden und befinde sich jetzt in einem maroden Zustand. Prof. Jens Goebel regte an, die 1,3 Millionen Euro, die die Stadt Schmalkalden aus dem Konjunkturpaket II bekommen soll, für die Sanierung des Stadions einzusetzen.

Bekannte Gesichter

Auch bei der anschließenden Wahl des Vorstandes zeigten sich die Christdemokraten von Schmalkalden und Wernshausen geschlossen. Alle Wahlvorschläge waren gemeinsam gefasst worden. Gegenkandidaten wurden nicht aufgestellt.

„Ich bin erfahren und gebrannt in dieser Funktion, aber in Wahlzeiten ist keine Zeit, die Rösser zu wechseln“, stellte sich Prof. Goebel vor. Gleichzeitig äußerte er den Wunsch, dass ihm Dr. Kai Lehmann und Barbara Bechmann als Stellvertreter zur Seite gestellt werden. Mehrheitlich ging die geheime Wahl auch so aus. Mit den meisten Stimmen dankten die Christdemokraten Rita Seibt, die als Schatzmeisterin wieder gewählt wurde. Für die fünf Beisitzer gab es neun Bewerber. Am Schluss setzten sich Christina Böhm, seit 18 Jahren Mitarbeiterin im Bürgerbüro der CDU, Rechtsanwalt Thomas Lorenz (36), Bernd Gellert (55), Egon Eckardt (51), Geschäftsführer eines Dienstleistungsunternehmens sowie Marcus Rehwald (19), Student und Junge Union-Vorsitzender der Region Rhön-Rennsteig durch. Rechtzeitig zum Zusammenschluss der Christdemokraten war die neue Website fertig, die Marcus Rehwald und Ralf Liebaug erstellten. Sie kann unter www.cdu-schmalkalden.de angeklickt werden. Am 26. März werden die Christdemokraten ihre Wahllisten für die Kommunalwahl aufstellen, kündigte Goebel an.

About Jan Schrenke

Jan Schrenke, Schmalkalder mit Leib und Seele, denn es nach dem Herumreisen in der Weltgeschichte wieder in seine Heimat nach Schmalkalden zog. Da sich aber einige Dinge in Schmalkalden anscheinend nur durch Beharrlichkeit ändern lassen, soll dieses Blog für genug Schubser sorgen, um in Schmalkalden etwas zu bewegen!

One comment

  1. das sollte wirklich etwas bringen für unsere region

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