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Problematik Gewerbegebiet „Fuchsenkothe“ in der lokalen Presse

Vorweg erst einmal ein Dankeschön an unsere lokale Presse, dass sie sich unserer Probleme angenommen hat, um darüber zu berichten. Von einem sehr neutralen Standpunktpunkt aus, hat man versucht die beiden Interessenlagen zu beleuchten. Man hat sich sehr viel Mühe gegeben die Interessanlage herauszuarbeiten.

Da jedoch in den Artikeln Informationen zu lesen sind, die, sagen wir mal, stark erklärungsbedürftig sind, möchte ich hier im Blog noch ein paar ergänzende Worte los werden. Ich gehe mal davon aus, dass die betreffenden Informationen von Seiten der Stadtverwaltung so an die Presse gegeben wurden, da ich dazu im Interview keinerlei Aussagen getroffen habe.

Presseartikel: Von der schmerzhaften Geburt eines Gewerbegebietes (STZ, Freies Wort v. 27.09.2008, S. 17)

In punkto Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen der hiesigen Stadtverwaltung, kann ich der Presse nur uneingeschränkt zustimmen, denn es zeugt nicht gerade von Sensibilität, wenn ich mich mit Aussagen seitens der Stadtverwaltung konfrontiert sehe, in der Form von „Klagen Sie doch! Früher oder später bekommen wir es eh!“

Zitat:

Öffentliche Informationsrunden gab es beispielsweise bereits am 15. Oktober und 16. November 2004,…

In dem Artikel ist ebenfalls von Informationsrunden für die Betroffenen in dem Gebiet die Rede, die bereits am 15. Oktober und 16. November 2004 stattgefunden haben sollen. Besonders pikant an dieser Aussage seitens der Stadtverwaltung ist jedoch, dass meine Eltern dieses Grundstück erst im November 2004 erworben haben und im Zuge dessen auf das Vorkaufsrecht der Stadtverwaltung Schmalkalden gegen Entgelt verzichtet wurde. Eine Information zu den Planungen der Stadt in diesem Bereich, haben wir nicht erhalten.  Wenn es zu diesem Zeitpunkt schon klar war, dort ein Gewerbegebiet einzurichten, warum hat man dann nicht von dem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht? Den einzigen Schluss den ich daraus ziehen kann, ist dass entweder jemand in der Stadtverwaltung seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, oder man hat uns, aus nicht bekannten Gründen, absichtlich in diese Zwickmühle gebracht. Wären uns diese Tatsachen beim Kauf des Grundstückes bekannt gewesen, hätten wir sicherlich von einem Kauf abgesehen, was uns im Nachhinein viel Zeit, Ärger und vor allem Geld gespart hätte.

Zitat:

Die Familie habe  aber, ohne das Haus gesehen oder den Namen des Eigentümers erfahren zu haben, abgelehnt.

Diese Aussage von Bürgermeister Thomas Kaminski stimmt definitiv nicht! Die Familie wohnt seit Jahrzehnten nur einen Steinwurf weit von dem betreffenden Haus entfernt. In einer Stadt wie Schmalkalden kennt man noch sein Umfeld, hat Kontakt mit den Nachbarn und ist informiert. Kurzum, die Familie wusste sehr wohl welches Haus ihr angeboten wurde, in welchem Zustand es ist und vor allem wer der Eigentümer der Immobilie ist. Und mal ganz ehrlich, spielt es wirklich so eine große Rolle, ob das Haus nun der Kämmerin oder ihrem Mann ist?

Und da wären wir wieder beim Fingerspitzengefühl unserer Stadtverwaltung. Ich würde es nicht gerade als rücksichtsvoll bezeichnen, einer 71jährigen direkt mitzuteilen, dass sie bis Jahresende ihren Lebensmittelpunkt der vergangenen Jahrzehnte räumen muss und wenn sie dieser Aufforderung nicht nachkommt, im Notfall polizeilich entfernt wird.

Presseartikel: Wenn das öffentliche Interesse an eine private Grenzen stößt (STZ, Freies Wort v. 27.09.2008, S. 17)

Zitat:

Die Familie hat es versäumt, trotz mehrmaliger Aufforderung, ihr neues Flurstück vermessen und sich, wie im Kaufvertrag (Auflassung) vereinbart, zeitnah als rechtliche Eigentümerin ins Grundbuch eintragen zu lassen.

Wieder eine, sagen wir, nicht ganz richtige Aussage der Stadtverwaltung. So weit ich rechtlich informiert bin, haben wir für die Vermessung des Grundstücks 10 Jahre Zeit. Diesen zeitlichen Spielraum, werden wir ausschöpfen. Besonders nachdem wir nun mit der Auflage unsere Einfahrt nur noch privat nutzen zu dürfen, quasi unserer wirtschaftlichen Existenz beraubt sind. So eine Vermessung kostet ja auch nicht gerade ein Taschengeld. Und eine mehrmalige Aufforderung, haben wir auch hier seitens der Stadtverwaltung nie erhalten. Genau gesagt, war es nicht einmal eine Aufforderung, da es bis dato schlicht niemanden interessiert hat.

Zitat:

Wir haben…, unzählige Gespräche mit Ihnen geführt,…

Rechnen wir mal nach, ein Gespräch meiner Eltern beim Herrn. Z., ein Gespräch mit mir beim Herrn Z., ein Gespräch meiner Eltern und mir bei Bürgermeister Kaminski und ein Vor-Ort-Termin mit meinen Eltern, Bürgermeister Kaminski, Herrn Z. und mir. Macht nach Adam Ries vier Gespräche. Vier Gespräche sind also bei der Stadtverwaltung unzählig. Ein Schelm, wer böses dabei denkt!

Zitat:

Mehrere Ausgleichsflächen… sind den Betroffenen angeboten worden…

Es war genau eine Fläche, die uns wirklich angeboten wurde. Da aber bei dem Grundstück, aufgrund dessen früherer Nutzung von Altlasten auszugehen ist, haben wir ein Umweltgutachten im Vorfeld eingefordert, dass uns bestätigt, dass die Fläche frei von Altlasten ist, um nicht unversehens in das nächste finanzielle Fettnäpfchen zu stolpern. Dieses Umweltgutachten ist uns aber bis zum heutigen Tage nicht vorgelegt worden, seitens der Stadtverwaltung.

Zitat:

…in den vergangenen Jahren mehrmals auf gefordert…
und
..zwar regelmäßig ermahnt…

Diese vermeindlichen Schriftstücke hätte ich dann doch gerne mal im Original gesehen.

Ich möchte mich hier aber nicht in Kleinkram verlieren, denn letzten Endes geht es doch darum, dass wir, und damit meine ich alle Betroffenen des Gewerbegebietes „Fuchsenkothe“,  von der Stadtverwaltung eine Lösung einfordern, die uns nicht benachteiligt. Vor allem fordern wir einen fairen Umgang mit uns ein, bei dem mit offenen Karten gespielt wird. Denn bei allen Gesprächen die ich bereits mit anderen Betroffenen geführt habe, kristallisiert sich immer wieder ein Problem heraus. Wir alle haben dass Gefühl, dass die Stadtverwaltung nicht fair spielt uns gegenüber. Diesen faden Beigeschmack gilt es zu überwinden.

Versteht mich nicht falsch, meine Eltern und ich sind die Letzten, die Schmalkalden nicht ein neues Gewerbegebiet gönnen würden. Wir haben uns aktiv auch für die Bewerbung zur Landesgartenschau eingesetzt und würden Schmalkalden den Zuschlag wünschen. Wenn jedoch versucht wird die ganze Sache auf unserem Rücken auszutragen, dann sehe ich mich gezwungen etwas dagegen zu unternehmen. Ich kann es einfach nicht hinnehmen, dass meiner Familie nur aus Uneinsichtigkeit der Stadtverwaltung  wirtschaftliche Nachteile entstehen, die mittlerweile sogar Existenz bedrohend sind.

Wie ein guter Bekannter von mir stets zu sagen pflegt:

„Familie geht vor Katastrophe“

Dem gibt es glaube ich nichts hinzuzufügen.

Bürgermeister Kaminski Fuchsenkothe Gewerbegebiet Interview Presse Stadtverwaltung Zeitung

About Jan Schrenke

Jan Schrenke, Schmalkalder mit Leib und Seele, denn es nach dem Herumreisen in der Weltgeschichte wieder in seine Heimat nach Schmalkalden zog. Da sich aber einige Dinge in Schmalkalden anscheinend nur durch Beharrlichkeit ändern lassen, soll dieses Blog für genug Schubser sorgen, um in Schmalkalden etwas zu bewegen!

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